Studienfinanzierung: Alles auf einen Blick!

Du willst auf einer Universität, Hochschule oder Fachhochschule in Österreich studieren und machst dir Gedanken darüber, wie du das alles finanzieren sollst? Hier findest du einen praktischen Überblick über die wichtigsten Möglichkeiten zur Studienfinanzierung – von diversen Stipendien und Beihilfen bis zum Bildungskredit.

Studentenheim oder Wohnung, Essen und Trinken, Auto oder Öffis, das eine oder andere Hobby und natürlich die Kosten für Bücher und sonstiges Lehrmaterial – Studieren geht ins Geld.

1. Geldbringende Nebenjobs

Wie also lässt sich ein Studium finanzieren? Allen voran steht bei vielen Studierenden die elterliche Unterstützung – sei es durch monetäre Zuwendungen oder Naturalleistungen. Daneben gehen laut Studierenden-Sozialerhebung (Sola) von 2015 61 Prozent einer Erwerbstätigkeit nach und das nicht zu knapp: Durchschnittlich 19,9 Stunden pro Woche wenden Studierende dafür auf, wobei die finanzielle Notwendigkeit Hauptmotiv dafür ist. Immerhin: Etwas mehr als jede bzw. jeder Zweite (57 %) gibt an, eine studienadäquate Beschäftigung zu haben. Viele Studierende wagen zudem den Schritt in die Selbstständigkeit. Flexible Arbeitszeiten und viel Unabhängigkeit sprechen klar dafür. Außerdem werden wertvolle Erfahrungen gesammelt. Das Gründerservice der Wirtschaftskammer bietet ein informatives Merkblatt zum Thema „Studenten und Selbstständigkeit“.

2. Beihilfen und Förderungen

Aber auch Beihilfen sind eine wesentliche finanzielle Stütze laut Studierenden-Sozialerhebung. Zu den wichtigsten Förderungen zählen:

  • Rund 43 Prozent der Studierenden verwenden die Familienbeihilfe zur Finanzierung. Studierende, die nicht im gemeinsamen Haushalt mit den Eltern leben, haben einen eigenen Anspruch darauf.
  • Auch staatliche Förderungen bringen mehr Geld aufs Konto: Für jede Achte bzw. jeden Achten (12,3 %) ist die österreichische Studienbeihilfe und für rund sieben Prozent das SelbsterhalterInnen-Stipendium eine finanzielle Stütze.
  • Das Studienabschluss-Stipendium können erwerbstätige Studierende beantragen, die ihr Studium fast abgeschlossen und gegebenenfalls ihre Diplomarbeit bzw. ihre Masterarbeit bereits begonnen haben. Informiere dich über Details zum Studienabschluss-Stipendium bei der Studienbeihilfenbehörde!
  • Fleiß hat beim Studieren einen hohen Preis: Auch ein Leistungsstipendium kann zusätzliches Geld aufs Konto bringen. Rund vier Prozent der Studierenden wissen das zu schätzen.
  • Daneben gibt es zahlreiche weitere Stipendien und Zuschüsse, wie etwa den Kinderbetreuungskostenzuschuss für Studierende mit Kind oder den Studienzuschuss, die zum Teil mit der Studienbeihilfe verknüpft sind. Informiere dich über sonstige Beihilfen und Unterstützungen! Auch die Seite www.grants.at liefert einen guten Überblick.

3. Sozialfonds der ÖH

Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) bietet neben Studienberatung und Rechtshilfe auch Sozialleistungen bei finanziellen Notlagen an. Neugierig? Weitere Informationen erhältst du direkt bei deiner ÖH. Das „Antragsformular Sozialfonds“ ist online abrufbar.

4. Wohnbeihilfe zur finanziellen Stütze

Auch die Wohnbeihilfe stellt für viele Studierende eine wichtige Einnahmequelle dar. Die Voraussetzungen dafür variieren je nach Bundesland. Die Höhe wiederum hängt von der Wohnungsgröße, vom Wohnungsaufwand und der Haushaltsgröße ab. Hier geht’s zu den Antragsformularen der Wohnbeihilfen. Apropos Wohnen: Laut Studierenden-Sozialerhebung hat ein Studierender in Österreich durchschnittlich 1.132 Euro monatlich zur Verfügung. Im Schnitt geht 36 Prozent davon fürs Wohnen drauf – mit steigender Tendenz. An beliebten Hochschulstandorten mit wachsenden Studierendenzahlen ist auch ein Anstieg der Wohnkosten festzustellen! Wohnen wird somit auch für Studierende immer teurer. Die gute Nachricht dabei ist: Studentenwohnheime zählen nach wie vor zu den kostengünstigsten Wohnformen!

5. Bildungskredite

Wenn finanziell gar nichts mehr geht, gibt es auch die Möglichkeit, einen Bildungskredit aufzunehmen. Anbieter dafür gibt es viele, wobei Bildungskredite in der Regel günstigere Konditionen als andere Kredite haben. Wichtig ist dennoch: Vergleiche die Konditionen wie Zinssatz oder Rückzahlungsvereinbarungen genau und lass dir genügend Zeit bei der Entscheidung.

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