Sparen als Student: Spartipps für dein Studium

Verfasst von: Christina Pichler, 03.09.2026

Im Studium fehlt oft die Zeit zum Geldverdienen, und viele Jobs sind eher mäßig bezahlt. Aushilfsjobs helfen zwar, aber das Budget bleibt knapp. „Knapp-bei-Kasse-Sein“ gehört daher irgendwie auch zum Studentenleben.

Da lohnt es sich, mit guten Ideen und einfach umsetzbaren Tipps ein bisschen zu sparen. Als Student Geld zu sparen, verschafft dir finanzielle Unabhängigkeit und ermöglicht es dir, für größere Investitionen oder wichtige Zukunftspläne vorzusorgen. Trotzdem darfst du nicht vergessen, dir auch schöne Momente zu gönnen. Schließlich solltest du dein Geld vor allem in die Dinge investieren, die dir wirklich wichtig sind. Mit unseren zahlreichen Tipps zeigen wir dir, wie du im Studentenalltag clever sparen kannst, ohne auf Lebensqualität zu verzichten.

Spartipps für den Alltag: Geld sparen als Student

Im Alltag Geld zu sparen, ist als Student oft einfacher, als es auf den ersten Blick scheint. In dieser Lebensphase gibt es viele Möglichkeiten, die eigenen Ausgaben zu reduzieren, ohne ständig verzichten zu müssen. Ob bei Miete, Lebensmitteln oder Freizeit – mit ein paar einfachen Tricks kannst du deine Ausgaben senken und dein Studentenleben trotzdem genießen.

Günstig wohnen

Die Wohnkosten gehören wohl zu den größten finanziellen Belastungen für Studierende. Doch es gibt Möglichkeiten, diese Kosten deutlich zu senken:

  • Wohngemeinschaften: In einer WG teilst du dir die Miete sowie Nebenkosten mit deinen Mitbewohnern, was deine monatlichen Ausgaben erheblich reduziert. 
  • Unsere Studentenwohnheime von STUWO sind eine besonders gute Option. Bei den All-Inclusive-Mieten sind Kosten für Strom, Heizung, Wasser, Betriebskosten oder Internet bereits enthalten. Zudem bieten Wohnheime meist möblierte Zimmer und Extras wie Fitnessräume, Lernbereiche oder Gemeinschaftsküchen – perfekt, um Studium und Freizeit zu verbinden.

Mehr Tipps, ob WG oder Studentenwohnheim besser zu dir passt findest du hier.

Strom, Wasser und Heizkosten sparen

Auch zu Hause gibt es viele Möglichkeiten, um die Strom- und Gasrechnung niedrig zu halten und Wasser zu sparen. Schon kleine Verhaltensänderungen können dabei helfen:

  • Energie sparen: LED-Lampen nutzen, Geräte vollständig ausschalten und Eco-Programme verwenden.
  • Wasser sparen: Kurz duschen, sparsame Duschköpfe nutzen und im Wasserkocher nur die benötigte Menge erhitzen.
  • Effizient kochen: Mit Deckel kochen und den Backofen nur bei Bedarf vorheizen.
  • Richtig heizen: Stoßlüften, Heizkörper freihalten und nur genutzte Räume beheizen.
  • Wärme optimal nutzen: Heizkörper bei Bedarf entlüften und Türen zu wenig genutzten Räumen geschlossen halten. Teppiche können auch dabei helfen, die Wärme zu speichern.

Zusätzlich lohnt es sich, Strom- und Gasanbieter regelmäßig zu vergleichen. Plattformen wie durchblicker.at helfen dabei, günstigere Tarife zu finden. Hier findest du weitere Stromspar-Tipps.

Günstig mobil bleiben

Mobilität kann teuer sein, doch als Student gibt es zahlreiche kostengünstige Alternativen:

  • Vergünstigte Öffi-Tickets: Viele Verkehrsbetriebe bieten für Studierende unter 26 Jahren günstigere Tickets an, oft unterstützt durch Förderungen von Städten oder Gemeinden.
  • Klimaticket: Wenn du viel zwischen Bundesländern unterwegs bist, könnte das Klimaticket genau das Richtige für dich sein. Es erlaubt dir, so oft du willst, mit nahezu allen öffentlichen Verkehrsmitteln in ganz Österreich zu reisen.
  • Fahrrad statt Auto: Gerade in der Stadt ist das Fahrrad unschlagbar: Du sparst Geld, umgehst Staus und bleibst gleichzeitig fit.
  • Car-Sharing: Anstatt dir ein eigenes Auto zuzulegen, greife auf Carsharing-Angebote wie Free2move zurück.
  • Mitfahrgelegenheiten: Nutze Mitfahrgelegenheiten, um günstig und unkompliziert ans Ziel zu kommen. Ob über Bekannte von der Uni oder Plattformen wie Blablacar – du kannst oft zu sehr niedrigen Preisen mitfahren und gleichzeitig neue Kontakte knüpfen. So sparst du nicht nur Geld, sondern reist auch umweltfreundlicher.

Hohe Mietkosten vermeiden oder rückerstatten lassen

Die Miete ist für Studierende oft der größte finanzielle Aufwand. Doch es gibt einige Unterstützungen und Wege, wie du deine Wohnkosten reduzieren oder sogar Rückzahlungen erhalten kannst.

  • Wohnbeihilfe beantragen: Je nach Bundesland kannst du unter bestimmten Voraussetzungen Wohnbeihilfe erhalten. Informiere dich über die Regelungen in deinem Bundesland.
  • Mietrechtsberatung nutzen: Prüfe mit Plattformen wie Mietheld oder Miete Runter, ob deine Miete zu hoch ist. Bei berechtigten Ansprüchen können überhöhte Mietzahlungen rückerstattet werden.
  • Untervermieten: Bei längerer Abwesenheit, z. B. während eines Praktikums oder in den Semesterferien, kann eine Untervermietung Kosten sparen. Kläre vorher, ob sie laut Mietvertrag erlaubt ist.

Kosten für Studienmaterial minimieren

Studienmaterialien können teuer sein, aber mit ein paar Tipps sparst du, ohne auf Wichtiges zu verzichten.

Secondhand statt Neuware

Oft brauchst du Lehrbücher und Skripten nur für ein oder zwei Semester. Warum also neu kaufen? Schau dich auf Plattformen wie der ÖH-Bücherbörsen der jeweiligen Universitäten um. Dort findest du jede Menge Angebote für günstige Studienmaterialien. Viele Studierende nutzen auch Hochschulgruppen oder Online-Foren, um ihre Materialien günstig weiterzuverkaufen.

Eine weitere Option: Frag deine Kommilitonen, ob sie dir Materialien ausleihen oder günstig verkaufen können.

Bibliotheken nutzen

Stadt- und Universitätsbibliotheken sind wahre Schätze für Studierende. Hier kannst du dir als Student nicht nur Bücher kostenlos ausleihen, sondern auch auf Fachzeitschriften und digitale Ressourcen zugreifen.

Kostenlose digitale Alternativen

Weitere Online-Datenbanken, die dir kostenlos Zugang zu Materialien bieten, sind:

  • Zeno.org: Zugriff auf eine Vielzahl von klassischen Texten und Werken.
  • OpenStax: Kostenloser Zugang zu Fachbüchern aus den unterschiedlichsten Disziplinen.
  • ResearchGate: Eine Plattform, auf der Wissenschaftler ihre Arbeiten teilen. Ideal für Fachartikel und Studien.

Studentenrabatte und Vergünstigungen clever nutzen

Zum Glück gibt es viele Rabatte und Vergünstigungen für Studenten, mit denen du Geld sparen kannst, ohne zu verzichten. Von Technik bis Kultur: So nutzt du deinen Studierendenstatus optimal.

Technik- und Software-Rabatte

Als Student profitierst du von exklusiven Rabatten bei großen Tech-Unternehmen:

  • Apple: Ermäßigungen auf Laptops, Tablets und Zubehör für Studierende.
  • Microsoft: Kostenlose oder stark vergünstigte Office-Pakete über Microsoft Education.
  • Adobe: Kreative Köpfe können mit dem Creative Cloud Studentenabo Software wie Photoshop oder Premiere zu Sonderpreisen nutzen.

Sport und Bewegung

Auch beim Sport kannst du als Student sparen! Viele Unis und Fitnessanbieter bieten spezielle Studentenpreise. Ideal, um trotz knappem Budget fit zu bleiben.

  • USI-Kurse: Universitäten bieten oft eigene Sportkurse zu unschlagbaren Preisen – von Pilates bis Klettern und sogar Bogenschießen ist alles dabei.
  • Fitnessstudios und Schwimmbäder: Viele bieten spezielle Tarife für Studierende an. Nachfragen lohnt sich immer!

Shopping und Rabatte online

  • ISIC: Plattformen, die dir exklusive Rabatte auf Markenartikel, Kleidung und Elektronik bieten.

Achtung: Altersgrenze beachten! Bei vielen Studentenrabatten gelten Altersgrenzen, die sich je nach Anbieter unterscheiden und setzen die Vorlage eines gültigen Studierendenausweises voraus. Informiere dich also vorab, welche Vorteile für dich verfügbar sind.

Essen und Freizeit kostengünstig gestalten

Neben dem gelegentlichen Unistress sollst du natürlich auch dein Studentenleben in vollen Zügen genießen. Hier sind ein paar Spartipps, wie du trotz knappen Budgets gut versorgt bleibst und das Beste aus deiner Freizeit herausholst.

  • Clever einkaufen: Nutze Wochenmärkte, Rabattaktionen und Eigenmarken. Verwerte Reste und plane deine Mahlzeiten vor.
  • Kostenlose Aktivitäten: Besuche Gratis-Open-Air-Kinos, Musikevents und Museen mit freiem Eintritt. Auch gemeinsame Koch- oder Spieleabende sind eine günstige Alternative.
  • Günstig shoppen: Suche auf Flohmärkten, in Second-Hand-Läden (z. B.: Humana) oder über Vinted nach günstiger Kleidung und anderen Artikeln. Hier findest du eine Übersicht der besten Flohmärkte in Wien.
  • Günstige Restaurants:
    • Schau bei den Universitäts-Mensen vorbei, dort gibt es meist täglich wechselnde Menüs zu erschwinglichen Preisen.
    • Sehr beliebt bei Studierenden ist das „Pay what you can“-Konzept im Wiener Deewan.

Finanzielle Unterstützung für Studenten

Für Studierende gibt es verschiedene finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten von Universitäten und staatlichen Stellen: 

  • Studienbeihilfe
    Studierende können unter bestimmten Voraussetzungen Studienbeihilfe beantragen. Die Höhe dieser Unterstützung hängt von deinem Einkommen und der finanziellen Situation deiner Eltern ab. Auch wenn du unsicher bist, ob du Anspruch hast, lohnt es sich, einen Antrag zu stellen!
  • Stipendien
    Neben der Studienbeihilfe gibt es zahlreiche Stipendienmöglichkeiten, die dein Studium erleichtern können. Plattformen wie stipendium.at helfen dir, das passende Stipendium zu finden – sei es ein Leistungsstipendium, Mobilitätsstipendium oder Studienabschlussstipendium.
  • Sozialfonds der ÖH
    Wenn du in eine finanzielle Notlage gerätst, bietet die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) Unterstützung über den Sozialfonds. Diese Einmalzahlungen können dir in Situationen wie plötzlichen Mieterhöhungen, Krankheitsfällen oder unerwarteten Kosten während des Studiums helfen.

Genauere Infos zu allen Förderungen, die dir zur Verfügung stehen, findest du hier.

Geld zurück durch die Steuererklärung

Wusstest du, dass du als Student mit Nebenjob durch eine Steuererklärung Geld zurückholen kannst? Die Arbeitnehmerveranlagung (ANV) hilft dir, einen Teil deiner bezahlten Steuern oder sogar die sogenannte Negativsteuer zurückzubekommen.

Wenn du neben dem Studium arbeitest, kannst du verschiedene Ausgaben steuerlich geltend machen. Dazu gehören:

  • Studienkosten: Gebühren, Bücher, Skripten.
  • Arbeitsmittel: Computer, Zubehör und mehr.
  • Fahrtkosten: Zum Arbeitsplatz oder zur Uni.

2026 liegt die erste Einkommensteuertarifstufe bis 13.539 € bei 0 %. Wenn du Anspruch auf den Verkehrsabsetzbetrag hast, kannst du dir 2026 zusätzlich 55 % deiner Sozialversicherungsbeiträge zurückholen, maximal jedoch 496 € pro Jahr.

Bei Anspruch auf eine Pendlerpauschale steigt der Höchstbetrag 2026 auf 805 €. Weitere Infos findest du in unserem Blogbeitrag zu Steuertipps!

Die richtige Budgetplanung als Student

Als Student ist die richtige Budgetplanung das A und O, um Geld zu sparen. Eine gängige Methode ist dein Einkommen in drei Kategorien einzuteilen:

  • 50 % für Fixkosten: Miete, Heizung, Strom, Handyvertrag
  • 30 % für Freizeit: Essen gehen, Kino, Hobbys
  • 20 % zum Sparen: Rücklagen für Notfälle oder große Anschaffungen

Außerdem solltest du ein Haushaltsbuch führen bzw. Apps nutzen, in denen du deine Ausgaben eintragen kannst – so behältst du den Überblick, wofür du das Geld ausgibst. Gute Apps sind z. B. Splitwise oder Tricount die dir automatisch zeigen, wo dein Geld bleibt und wo Sparpotenziale liegen.

Das richtige Studentenkonto

Für deine Finanzen brauchst du selbstverständlich ein übersichtliches Bankkonto. Die meisten Banken bieten für Studierende bereits Gratislösungen für Online-Banking, Kontoführung und eine Bankomatkarte an. Bei einigen Raiffeisenbanken ist zudem eine kostenlose Basis-Unfallversicherung bis zum 24. Geburtstag inkludiert. Andere Banken, wie die ERSTE, geben auch die Kreditkarte bei der Eröffnung des Studentenkontos  gratis mit dazu. Hier findest du eine Übersicht und einen Vergleich von verschiedenen Anbietern!

Noch ein heißer Tipp: Viele Banken geben bei Weiterempfehlung eine Empfehlungsprämie. Tausche dich also mit deinen Studienkollegen aus, wenn ein Wechsel ansteht.

Sparen mit Köpfchen: So machst du das Beste aus deinem Studentenleben

Sparen im Studium bedeutet nicht, auf Dinge zu verzichten, sondern bewusste Entscheidungen zu treffen. Mit einem guten Budgetplan kannst du unnötige Last-Minute-Ausgaben vermeiden und so langfristig sparen. Gleichzeitig sollst du auch in dein Studentenleben investieren – sei es für Reisen, kulturelle Events oder Weiterbildungen.

Dabei hilft eine langfristige Denkweise: Jeder kleine Betrag, den du zur Seite legst, ist bereits ein Teil eines großen Ganzen. Nutze einfache Spartipps, vergleiche Preise, nutze Studentenrabatte und lebe energiesparend. 

So macht das Sparen Spaß: Ob für die nächste große Reise, ein besonderes Ziel oder einfach mehr finanzielle Freiheit im Alltag.

FAQs: Häufige Fragen zu Spartipps für Studenten

Vergleiche Preise, nutze Studentenrabatte und günstige Angebote, spare bei Wohnen und Mobilität und behalte deine Ausgaben mit einem Budgetplan im Blick.

Studentenrabatte gelten in der Regel für Studierende mit gültigem Studentenausweis. Die Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Anbieter.

Viele Museen und Veranstaltungen sind kostenlos oder bieten freien Eintritt für Studierende. Auch Hochschulen und öffentliche Einrichtungen haben häufig kostenlose Angebote.

Eine feste Summe gibt es nicht. Idealerweise legst du regelmäßig etwas zurück und baust dir nach Möglichkeit ein kleines finanzielles Polster für unerwartete Ausgaben auf.

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