ECTS Bedeutung: ECTS in Stunden & Umrechnung von SWS in ECTS einfach erklärt

Verfasst von: Kerstin Lakits, 05.02.2026

ECTS, STEOP, SWS – gerade zu Beginn des Studiums können die vielen Uni-Kürzel, ganz schön verwirrend sein. Dabei stecken dahinter meist einfache Konzepte, die dir helfen sollen, deinen Studienalltag besser zu planen. 

Damit du dich nicht lange damit herumschlagen musst, haben wir dir alles rund um die Uni-Kürzel zusammengefasst. Danach weißt du genau, wie du ECTS in Stunden umrechnest und wie SWS und ECTS zusammenhängen.

Was versteht man unter ECTS? (ECTS Bedeutung an der Uni)

Die ECTS Bedeutung an der Uni liegt vor allem darin, Studienleistungen vergleichbar zu machen und den Arbeitsaufwand realistisch einzuschätzen. ECTS steht für European Credit Transfer and Accumulation System und bezeichnet eine universelle Maßeinheit für den studentischen Workload. Eingeführt wurde das System im Zuge des Bologna-Prozesses, um Studiengänge und akademische Leistungen im europäischen Hochschulraum transparenter, einheitlicher und international vergleichbar zu gestalten. 

In der Praxis begegnen dir ECTS überall. Im Vorlesungsverzeichnis, im Learning Agreement fürs Auslandssemester oder im Transcript of Records, das alle deine erbrachten Studienleistungen dokumentiert.

Wichtig dabei ist, dass ECTS keine Noten sind. Ein ECTS-Punkt sagt nichts darüber aus, wie gut du eine Lehrveranstaltung absolviert hast, sondern wie viel Workload dafür eingeplant ist. ECTS dienen also als Schätzung des zeitlichen Aufwands – inklusive Präsenzzeiten, Selbststudium, Prüfungen und Vorbereitungen.

ECTS in Stunden: Wie viel ist 1 ECTS in Stunden?

Wenn du dich fragst, wie viele Stunden 1 ECTS sind, gilt in Österreich: 25 Stunden pro ECTS. Diese Anzahl ist die offizielle Grundlage für die Umrechnung von ECTS in Stunden und dient Studierenden als Orientierung für die Studien- und Semesterplanung.

Formel & Tabelle

Die Umrechnung von ECTS in Stunden ist einfach und basiert auf einer festen Faustregel in Österreich: Anzahl der ECTS x 25 = Gesamtstunden

Damit kannst du schnell berechnen, wie viel Zeit du für eine Lehrveranstaltung oder ein ganzes Semester einplanen solltest. In der folgenden Tabelle findest du typische Umrechnungen, mit denen du deinen Workload realistisch einschätzen kannst.

  • ECTS
  • 1
  • 2
  • 3
  • 5
  • 30 (Semester)
  • 60 (Jahr)
  • Stunden
  • 25
  • 50
  • 75
  • 125
  • 750
  • 1500

Was zählt in die Stunden rein?

Bei der Umrechnung von ECTS in Stunden wird nicht nur berücksichtigt, wie viel Zeit eine Lehrveranstaltung selbst umfasst. ECTS-Punkte bilden den gesamten Workload ab, also alles, was du realistisch für eine Lehrveranstaltung aufwenden musst.

Zum Workload zählen unter anderem:

  • Präsenzzeit in Vorlesungen, Übungen oder Seminaren
  • Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen
  • Literaturrecherche und Lesen
  • Übungen, Hausarbeiten und Gruppenarbeiten
  • Prüfungsvorbereitung
  • Prüfungszeit selbst

STUWO-Tipp: Plane nicht nur die reine Präsenzzeit ein, sondern auch Abgaben, Lernphasen und die Prüfungsvorbereitung. Gerade bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen summiert sich der Aufwand im Semester oft stärker, als man anfangs erwartet.

Semesterwochenstunden (SWS) & ECTS: Unterschied und Zusammenhang

Semesterwochenstunden (SWS) geben an, wie viel Kontakt- bzw. Präsenzzeit pro Woche eine Lehrveranstaltung hat. Eine SWS entspricht dabei in der Regel 45 Minuten pro Woche über die Dauer eines Semesters.

Viele suchen nach Semesterwochenstunden ECTS oder ECTS SWS – wichtig ist dabei: Das sind zwei unterschiedliche Konzepte. Während SWS ausschließlich die wöchentliche Präsenzzeit im Hörsaal beschreiben, umfassen ECTS-Punkte den gesamten Workload, also zusätzlich auch Selbststudium, Vor- und Nachbereitung, Prüfungen und Abgaben.

Umrechnung SWS in ECTS

Eine Umrechnung SWS in ECTS ist nicht 1:1 möglich, weil ECTS den gesamten Workload inklusive Selbststudium abbilden, während SWS nur die reine Präsenz im Hörsaal beschreiben. Wenn du trotzdem eine SWS-ECTS-Umrechnung für die Planung brauchst, kannst du mit einer Näherung arbeiten.

Praktischer Rechenweg:

  1. SWS → Kontaktzeit im Semester
    Kontaktstunden ≈ (SWS × 45 Minuten × Anzahl der Lehrwochen) ÷ 60
  2. Kontaktzeit + Selbststudium = Workload (ECTS-Logik)
    Je nach Lehrveranstaltungstyp (z. B. Vorlesung, Übung, Seminar) kann der Anteil an Selbststudium ähnlich hoch oder sogar höher sein als die reine Kontaktzeit.

Beispiel:
Eine Lehrveranstaltung mit 2 SWS ergibt über ein Semester, je nach Anzahl der Termine, mehrere Dutzend Stunden reine Kontaktzeit. Der restliche Aufwand bis zum tatsächlichen ECTS-Workload entsteht durch Vor- und Nachbereitung, Übungen, Abgaben und Prüfungsvorbereitung.

ECTS in Wochenstunden umrechnen?

ECTS in Wochenstunden umrechnen funktioniert nur als grobe Orientierung, weil die Wochenstunden (bzw. SWS) ausschließlich die Präsenzzeit abbilden und nicht den gesamten Arbeitsaufwand. ECTS-Punkte erfassen hingegen den gesamten Workload einer Lehrveranstaltung. Deshalb ist die Umrechnung von ECTS in Wochenstunden nur eine ungefähre Einschätzung des Zeitaufwands pro Woche.

ECTS-Punkte Bachelor & Master

Ein Bachelorstudium besteht aus 180 ECTS-Punkten, die sich in der Mindeststudienzeit auf 30 ECTS pro Semester aufteilen. Im Masterstudium sind es 120 ECTS-Punkte, die sich in der Mindeststudienzeit auf 4 Semester zu je 30 ECTS aufteilen.

Die ECTS-Punkte für beide Studien inkludieren die folgenden Leistungen:

  • Prüfungsimmanente und nicht-prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Übungen, Seminare, Vorlesungsübungen, Proseminare, etc.)
  • Pflichtpraktika
  • Selbststudium (Recherche, Lernen, Hausübungen, Vorbereitungen von Präsentationen, etc.)
  • Prüfungsvorbereitung
  • Abschlussarbeiten (Seminararbeit, Bachelorarbeit, Masterarbeit, etc.)
  • Abschlussprüfungen

Notengewichtung & ECTS

Die Noten für Lehrveranstaltungen werden unabhängig von den ECTS-Punkten vergeben. Beim Berechnen des Notendurchschnitts kann mitunter die ECTS-Gewichtung einbezogen werden. Sprich, die Noten in Lehrveranstaltungen mit mehr ECTS wiegen schwerer. Dies wird zum Beispiel bei der Berechnung des Notendurchschnitts für ein Leistungsstipendium gemacht.

Beispiel: Bei der Berechnung des Notendurchschnitts wiegt das „Sehr Gut“ einer 5-ECTS-Übung mehr als das „Befriedigend“ einer 2-ECTS-Vorlesung.

FAQ: Wir beantworten deine Fragen zur Bedeutung von ECTS

In Österreich gilt eine Mindeststudienleistung von 16 ECTS innerhalb der ersten vier Semestern um inskribiert zu bleiben. Idealerweise sind 30 ECTS pro Semester vorgesehen, das kann und darf aber variieren.

Das Studium verlängert sich, außerdem können Familienbeihilfe, Stipendien oder Förderungen wegfallen.

In der Regel sind 16 ECTS pro Studienjahr nachzuweisen.

1 ECTS = 25 Stunden.

2 ECTS = 50 Stunden.

Das ist nicht eindeutig umrechenbar, da ECTS den gesamten Workload abbilden und Wochenstunden nur die Präsenzzeit.

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