Effektiv Lernen: Die besten Tipps und Tricks

Verfasst von: Christina Pichler, 04.03.2021

Wer effektiv lernt, hat selbst in einem schwierigen und aufwendigen Studium noch genügend Freizeit! Wie du deine Zeit am besten nutzt und dir am effektivsten Wissen aneignest, verraten wir dir mit folgenden Tipps.

„Wenn Wissen Macht ist, dann ist Lernen eine Superkraft.“ – Jim Kwik

1. Finde dein „Warum“

Du hast aus einem ganz bestimmten Grund angefangen zu studieren und vielleicht hattest du bereits ein Ziel für dein Leben nach der Universität vor Augen, aber nach einigen Semestern und vielen Stunden des Auswendiglernens, sind diese Ziele vielleicht manchmal ein wenig in Vergessenheit geraten. Versuche dich daran zu erinnern warum du studierst. Wenn man freiwillig und aus Interesse lernt prägt man sich den Stoff viel schneller ein und hat im besten Fall auch noch Spaß dabei!

2. Die richtige Lernmethode

Lernen ist kein „one-size-fits-all“ Programm. Es gibt verschiedene Arten von Lerntypen und damit einhergehend auch verschiedene Arten zu lernen. Bevor du also beginnst dir deine Lernunterlagen 20-mal durchzulesen, solltest du herausfinden, wie du am besten lernst. Merkst du dir neue Inhalte am schnellsten, wenn sie dir erzählt werden? Musst du in einem Video sehen wie etwas funktioniert oder hilft es dir, neue Fakten anderen weiterzuerzählen, um sie dir zu einzuprägen?

Die häufigsten Lerntypen sind:

  • Auditiv: Frontalunterricht stört dich nicht, denn du lernst am besten beim Zuhören!
  • Visuell: „The simple club“ ist dein Lieblings-YouTube-Channel, weil sie mithilfe von kurzen Videos schwere Sachverhalte erklären? Du lernst am besten beim Sehen, Lesen oder Anschauen von Filmen!
  • Motorisch: Anleitungen, Erzählungen und abstrakte Ideen sind nichts für dich? Du lernst am besten, wenn du anpacken und etwas selber probieren kannst, um zu verstehen wie es richtig geht.

3. Werde aktiver!

Wir wollen dich nicht dazu überreden, mehr Kilometer zu laufen oder einer politischen Gruppe beizutreten, nein. Wir möchten dich dazu ermutigen, aktiver zu lernen. Wir alle kennen das Gefühl, wie es war, damals in der Schule zu sitzen und bereits nach der dritten Stunde so gelangweilt zu sein, dass man nur darauf gewartet hat, bis die Schulglocke einen zur Pause erlöst hat. An der Universität ist das anders, du hast dir ausgesucht was du studieren möchtest und du kannst dir auch einteilen wann und wie du lernst. Um deine Zeit bestmöglich zu nutzen, sei auch im Unterricht aktiv! Stelle Fragen, denke mit, mach dein Handy aus und versuche nicht nur körperlich, sondern auch geistig dabei zu sein. Du wirst sehen, aktives Lernen bringt dich viel schneller zum Ziel!

4. Vergiss, was du nicht kannst

„Ich werde das nie verstehen“, „Das macht alles keinen Sinn“, „Ich bin einfach nicht schlau genug“ das sind Sätze, die du ab sofort aus deinem Wortschatz streichen solltest! Beim Lernen ist es außerdem total in Ordnung bei Null anzufangen. Bis jetzt ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Vergiss alles was dich aufhält, versuche nicht daran zu denken, was du noch nicht kannst sondern fokussiere dich darauf, was du gerade tust und was du bereits gelernt und aufgenommen hast.

5. Finde den richtigen Lernort

Lernst du am besten alleine? Merkst du dir Unterlagen schneller, wenn du sie mit anderen Studierenden besprichst? Kannst du dich am besten in der Bibliothek konzentrieren oder sitzt du lieber zuhause am Schreibtisch oder im Kaffeehaus ums Eck?

Es ist wichtig schon früh herauszufinden an welchen Orten du dich gut konzentrieren kannst und an welchen Orten sich zu viele Ablenkungen verbergen. So vermeidest du es, produktive Zeit an den falschen Lernorten zu verschwenden.

6. Planung ist die halbe Miete

Es ist Prüfungsphase und der Tag hat plötzlich zu wenige Stunden? Um dieses Horrorszenario zu vermeiden ist es empfehlenswert schon früh mit dem Lernen anzufangen oder idealer Weise stetig mitzulernen. Gib dir selber genug Zeit, damit dir auch unvorhergesehene Termine keinen Strich durch die Rechnung machen! Am besten du erstellst dir bereits am Anfang des Semesters einen Lernplan, in dem du alle Prüfungen eintragen kannst und dir zusätzlich die Zeit zum Lernen vor den Prüfungen einteilen kannst. Übrigens: ein, zwei Tage mehr einzuplanen hilft dir, auch beim Aufkommen von Unerwartetem nicht in Panik zu verfallen!

7. Erlaube es dir Pausen zu machen

Wenn wir schon beim Planen sind, ist es wichtig, auch daran zu denken, dass der Mensch und vor allem sein Kopf Pausen braucht! Sei es zum „Kopf-frei-kriegen“, zum Festigen des bereits Gelernten oder einfach um in der Prüfungszeit nicht durchzudrehen. Nimm dir gerade in stressigen Zeiten vor, dich auch mal mit einer Freundin zum Kaffee zu verabreden denn es ist es wichtig auch mal abschalten zu können, um deinem Kopf eine Pause zu gönnen. In deinen lern-freien Zeiten ist es auch wichtig, deinen Körper mit Brainfood zu revitalisieren. Hierzu haben wir dir bereits eine Liste zu Nahrungsmitteln, die wahre Wunder beim Lernen bewirken können, geschrieben. Pausen zu planen macht übrigens nicht nur Spaß, sondern hilft dir auch dich später wieder besser konzentrieren zu können. Zudem hat es eine positive Auswirkung auf deine sozialen Kontakte, und damit auch auf dein Wohlbefinden. 

8. Dein bester Freund, der Flugmodus

Du sitzt am Schreibtisch, deine Unterlagen liegen vor dir, der Stift schon in der Hand und du bist bereit anzufangen – aber genau in der Sekunde, an der du den Stift am Papier ansetzt, macht es „Ding“ und du hast eine neue Nachricht auf dein Handy bekommen. Selbstverständlich musst du jetzt erstmal nachsehen, wer sich da bei dir gemeldet hat und jetzt wo du schon am Smartphone bist, kannst du schnell noch schauen, was sich auf deinem Instagram Account so tut. Aus „schnell checken“ werden allerdings oft Stunden, die man in den Tiefen diverser Social Media Apps verbringt und auf einmal beschäftigt man sich anstatt mit den Uni Unterlagen, mit dem neuesten TikTok Tanz. Deshalb: schalte dein Handy vor dem Lernen auf Flugmodus. So kannst du dich ungestört konzentrieren. In Pausen kannst du dann natürlich nachschauen, ob jemand wieder etwas Neues gepostet oder geliked hat!

9. Mache Bewegung und finde Abwechslung

Viele Stunden am Stück zu sitzen und in deinen Computer oder deine Skripten zu starren ist sowohl anstrengend für deine Augen als auch schlecht für deine Körperhaltung. Du hast wahrscheinlich selbst schon einmal gemerkt wie verspannt du nach langen Lerneinheiten bist. Als Ausgleich bietet es sich an, ein bisschen Bewegung zu machen. Das können ganz unterschiedliche Aktivitäten sein, die einen gehen gerne an der frischen Luft laufen oder spazieren, die anderen trainieren im Fitnessstudio – do what makes you happy! Zusatztipp: Vor allem beim Auswendiglernen kann es helfen sich zu bewegen, und falls sich deine Mitbewohner und Mitbewohnerinnen wundern warum du seit Tagen kreuz und quer durch die Wohnung läufst, sag ihnen, „it is for science!“

10. Trete einer Lerngruppe bei

Ganz egal welcher Lerntyp du bist, in den meisten Fällen ist es sehr empfehlenswert sich mit Mitstudierenden auszutauschen! Viele Köche verderben zwar den Brei, aber viele Köpfe finden oft schneller eine Lösung. Wenn dir etwas unklar ist, kann dir bestimmt nochmal jemand die komplizierten Details erklären. Sich vor Prüfungen zu treffen kann für alle Beteiligten von Vorteil sein, da man nicht nur seine eigenen Überlegungen teilen kann, sondern auch einen neuen Blick auf das Gelernte bekommt.

Tutorien sind Angebote der Lehrenden und können an den meisten Unis zusätzlich zu Vorlesungen und Übungen wahrgenommen werden. Du bekommst zwar keine ECTs für eine Teilnahme, aber vielleicht ein paar hilfreiche Tipps!

11. Arbeite mit Probe-Tests und Altfragen

Einige Professoren und Professorinnen stellen Probetests zur Verfügung. Diese zu machen ist auf jeden Fall eine gute Idee, da du so schon mit dem Prüfungsmodus vertraut wirst. Bei vielen Studiengängen gibt es auch Online-Plattformen, an denen sich Studenten und Studentinnen über Prüfungsfragen austauschen. Höchstwahrscheinlich wirst du dort nicht die Fragen und Antworten für deine Prüfung finden, aber du wirst eine Idee bekommen was wichtig ist und vielleicht oft gefragt wird. 

Zudem kann es von Vorteil sein, sich mit Studierenden auszutauschen, die das Fach, für das du gerade lernst, schon gemeistert haben. Sie haben bestimmt hilfreiche Tipps für dich!

In diesem Sinne: Study smart, not hard!

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