10 Tipps zur Prüfungsvorbereitung

Verfasst von: Sabine Klug, 18.12.2019

Bald ist es so weit: Die Prüfungszeiten gehen wieder los. Von allen Seiten hörst du wahrscheinlich wieder wertvolle Tipps wie „Schlaf genug!“ oder „Fange rechtzeitig an!“– doch nicht von uns! Wir liefern dir wirklich wertvolle Hinweise, mit denen du die stressige Prüfungszeit garantiert überlebst.

 

1. Planung ist alles – durchblicke das System

Im Gegensatz zum „System Schule“ mit seinen festen Vorgaben und Regeln steht das „System Universität“ mit Schwerpunkt Selbstorganisation. Hier musst du dich erst hineinfinden – und zwar ziemlich rasch und meist auch planlos. Sei deshalb offen für neue Anlaufstellen, nutze das Angebot der Österreichischen Hochschüler_innenschaft oder anderer Beratungsangebote der Universität. Kurzum: Informiere dich bereits beim Studienbeginn über den Ablauf des Semesters! Das erleichtert die Planung und hilft durch stressige Prüfungszeiten.

2. Vernetze dich

Wichtige Komponenten für ein erfolgreiches Studium sind soziale Kontakte. Das heißt: Vernetze dich, so gut es geht! Die meisten Hochschulen bieten Tutorien an, in denen du die Möglichkeit hast, dich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Auch hier hilft dir die Österreichische Hochschüler_innenschaft mit ihren zahlreichen Angeboten weiter.

3. Setze auf das richtige Zeitmanagement

Erstelle einen Lernplan, der es dir ermöglicht, kontinuierlich mitzulernen. Beachte bei deiner Planung auch, dass es nicht alleine ausreicht, bei den Vorlesungen körperlich anwesend zu sein – eine Vor- und Nachbereitung ist immer notwendig! Hier gilt ganz klar das Trial-and-Error-Prinzip: Mach dir einen Lernplan und halte dich daran! Sollte dein Plan nicht aufgehen, dann verändere ihn und halte dich erneut daran. Wichtige Voraussetzung dafür ist, dass du dein Lernpensum realistisch einschätzt!

4. Kümmere dich um deine Motivation

Einen allgemeinen Tipp, um deine Motivation zu erhöhen, gibt es leider nicht. Alle Lerntipps sind aber sinnlos, wenn du deine Motivation auf der Strecke verloren hast. Damit das nicht passiert, solltest du dir genau überlegen, was dich motiviert und was für dich eine gute Belohnung darstellt. Während die einen bei einer Runde laufen an der frischen Luft neue Energie tanken, wäre das für die anderen eher eine Bestrafung. Wichtig daher ist, dass du dein individuelles „Motivationsmittel“ findest – bleibe auch hier realistisch!

5. Verzettel dich nicht, auch nicht bei Zeitruck und Panik

Hierzu haben wir zwei wertvolle Tipps aus interessanten Studien für dich:

  • Textmarker bringen nichts, außer dass sie dein Buch bunt färben! Studien haben ergeben, dass du dein Gehirn beim Lesen und bunt markieren unterforderst. Es wird durch das bloße Unterstreichen einiger Wörter nicht dazu gebracht, diese Informationen aufzunehmen – das gesendete Signal von bunten Markierungen ist einfach zu schwach. Mach dir daher eigene Notizen – das bringt viel mehr.
  • Wiederholtes Lesen – also Rereading – führt nicht zum Lernerfolg! Auch hier sendest du einen zu schwachen Reiz an dein Gehirn. Es erkennt nicht, dass es sich um wichtige Informationen handelt – auch wenn diese noch so schön bunt markiert sind! Im Endergebnis wirst du den Text zwar immer flüssiger und einfacher lesen können, wichtige Informationen bleiben aber nicht unbedingt hängen. Versuche das Gelesene mit eigenen Worten zu wiederholen, das hat wesentlich mehr Effekt auf dein Gehirn.

Die genaue Studie dazu findest du in diesem Journal.

6. Schaffe die richtige Lernumgebung

Es liegt auf der Hand, dass die richtige Umgebung eine große Rolle für deinen Lernerfolg spielt. Eher suboptimale Lernorte mit unzähligen Ablenkungsgefahren sind logischerweise die WG-Küche, dein Stammlokal oder ein Kaffeehaus. Beachte vielmehr diese drei simplen Faktoren, die der Schlüssel für effektives Lernen sind: Tageslicht, frische Luft und Ruhe. Die meisten STUWO Studentenheime bieten dir genau solche Konzepte: lichtdurchflutete Räume mit großzügigen Schreibtischen und ausreichend Platz, um den Kopf frei zu bekommen.

7. Mach auch mal eine Pause

Beim Lernen solltest du auf gar keinen Fall auf Pausen vergessen! So lernst du effektiver und es besteht nicht die Gefahr, dass du bei der Prüfung vollkommen ausgepowert bist. Daher gilt: Verlasse öfters mal den Schreibtisch, drehe eine kurze Runde an der frischen Luft und esse eine Kleinigkeit. Ein altes lateinisches Sprichwort besagt zwar „plenus venter non studet libenter“, also ein voller Bauch studiert nicht gern, aber mit leerem Magen geht es auch nicht. Sorge für mehrere kleine, nahrhafte Snacks wie Obst, Gemüse oder Nüsse. Und auch wenn du es nicht mehr hören kannst: Vergiss nicht, viel zu trinken!

8. Halte deine Lernmaterialien vollständig

Halte deinen Lernplan aktuell und achte immer darauf, dass alle deine Lernmaterialen vollständig und korrekt sind. Und das gilt nicht nur für deine Mitschriften, du solltest alles immer griffbereit haben: Bücher, Stifte, Papier.

9. Musik kann deiner Konzentration helfen

Tatsächlich kann Musik die Konzentration sehr fördern, wenn sie das richtige Tempo hat – nicht zu schnell und nicht zu langsam. Tabu ist alles was dich aufregt oder Musik bei denen dich die Texte ablenken. Gut geeignet sind Chill-Out Musik und Konzentrations Musik (ja, das gibt es tatsächlich).

10. Gemeinsam ist man weniger allein ODER How to survive a Gruppenarbeit

Eigentlich gilt „geteiltes Leid ist halbes Leid“. Meist verteilt sich das Leid bei Gruppenarbeiten aber doch etwas ungleichmäßig. Die klassische Lerngruppe besteht aus folgenden Personen: Person A hat sowieso von nichts eine Ahnung. Person B redet und redet und redet und sagt eigentlich gar nichts. Person C verspricht, einen wertvollen Beitrag zu leisten. Person D stellt sich bis zum Abgabetermin tot. Und Person E spielt „jeder gegen jeden“. Daher gibt es nur zwei Wege, um eine Lerngruppe zu deinem Vorteil zu nutzen:

  • Du wählst die Mitglieder deiner Lerngruppe sehr genau aus.
  • Oder du bist Person A und eignest dir so schnell wie möglich das Wissen deiner Kommilitonen an.

In diesem Sinne wünschen wir dir viel Lernerfolg!

Du hast noch Fragen?

Gerne helfen wir dir weiter!