Motivation im Studium: So kriegst du’s hin!

Verfasst von: Christina Pichler, 05.11.2020

Eigentlich taugt dir dein Studium, aber du bist gerade an deinem absoluten Motivations-Tiefpunkt angelangt? Es kommen Zweifel auf und du kannst dich für nichts begeistern?

Keine Sorge. Jede Phase geht einmal vorbei und mit der Motivation ist es oft ein Auf und Ab. Doch du kannst deinem Glück auch ein wenig nachhelfen und viel dafür tun, damit du mehr Spaß am Studieren hast. Wir haben dir 10 Tipps zusammengestellt, wie du wieder voll motiviert durchstarten kannst.

1. Genieße bisherige Erfolge

Wenn du gerade eine sehr stressige Phase im Studium hattest, zum Beispiel durch einen kürzlich überstandenen Prüfungsmarathon, ist es ganz verständlich, dass du keine Lust zum Weitersprinten hast. Genieße das Gefühl ganz viel geschafft zu haben. Denn wir dürfen uns mit unserer Leistung auch mal selbst feiern – jawohl! Wenn wir uns über bisherige Erfolge bewusstwerden, steigt meistens die Motivation ganz von allein, weil wir dann sehen, dass sich all die Mühe wirklich lohnt.

2. Die Motivationstafel: Visualisiere deine Ziele und Erfolge

Wenn du deine Ziele und Erfolge verinnerlichst, wird es auch deiner Motivation hilfreich sein. Halte dir vor Augen, was du schon alles geschafft hast und wo du hinwillst. Dafür kannst du dir eine persönliche „Motivationstafel“ einrichten. Denn durch Wiederholungen prägen wir uns Dinge besser ein. Hier hat alles Platz, was du bereits geschafft hast und worauf du stolz bist. Der Inhalt kann mit deinem Ziel direkt zu tun haben, muss es aber nicht. Erfolge beim Sport oder anderen Hobbys haben hier genauso ihren Platz. Schließlich können diese auch für Durchhaltevermögen oder andere Fähigkeiten stehen, die dir beim Studieren helfen können. Die Motivationstafel sollte irgendwo gut sichtbar und nicht in der hintersten Ecke versteckt sein. Der Platz über deinem Schreibtisch ist zum Beispiel ideal, damit der Wiederholungseffekt auch wirklich greifen kann. Auch der Fortschritt bei der Bewältigung großer Aufgaben kann hier dargestellt werden. Definiere dafür Teilschritte, die du auf deiner Motivationstafel abbildest und nach Erledigung abhakst. So kannst du dir vor Augen führen, wo du dich gerade auf dem Weg zu deinem Ziel befindest und hast gleichzeitig das Gefühl, schon viel gemeistert zu haben. Das ist Motivation pur.

3. Große Aufgaben in kleinen Schritten lösen – das motiviert

Manchmal wirken Aufgaben so groß und unlösbar, dass sie dadurch irgendwie bedrohlich sind. Man scheint sie kaum bewältigen zu können und fragt sich, wie man das eigentlich schaffen soll. Die Motivation ist im Keller, manchmal macht sich sogar Panik breit. Prüfungsphasen und Abschlussarbeiten sind hier die klassischen Beispiele. Dem Spuk kannst du aber recht schnell ein Ende setzen. Versuche große Themen in kleine Etappen zu stückeln. Dadurch verlagerst du deinen Fokus automatisch auf das nächste Teilziel, das leichter zu erreichen ist. Wenn wir in kleinen, machbaren Schritten denken, haben wir nicht nur das Gefühl besser voran zu kommen, sondern auch, dass das große Ziel jedes Mal ein bisschen näher rückt.

4. Teile deine Erfolge und Ziele anderen Personen mit

Du willst bis zum Sommer deine Masterarbeit fertigbekommen oder hinter die Pflichtvorlesungen ein Häkchen setzen? Dann sprich mit dir nahestehenden Personen darüber. Diese werden sich immer wieder nach deinen Zielen erkundigen und sich gemeinsam mit dir über deine Fortschritte freuen. Auch wenn du mal nicht so gut vorankommst oder ein paar aufmunternde Worte brauchst, wirst du hier sicher die nötige Hilfe und Unterstützung für deine Motivation finden.

5. Pausen unterstützen die Selbstmotivation

Du bist mitten in den Prüfungsvorbereitungen und dir geht die Puste aus? In den Kopf will nichts reingehen, alles wird zu viel und du hast das Gefühl, dass du das Lernen einfach nicht mehr packst? Bei einem Motivationstiefpunkt mitten in der Prüfungsphase solltest du einen kurzen Stopp einlegen. Denn kurze Pausen helfen, um zurück zur Motivation zu finden. Ein kleiner Spaziergang im Grünen, ein Treffen mit Freunden im Lieblingscafé oder ein ruhiger Nachmittag auf der Couch in der Jogginghose bewirken oft Wunder. Jeder Mensch muss einmal durchatmen, um neuen Anlauf zu nehmen. Danach geht’s meist schnell wieder bergauf und auch das Lernen geht dir leichter von der Hand, wenn du mal kurz etwas Abstand zu deinem Lernstoff gewonnen hast.

6. Die Motivation zum Starten finden

Du schaffst es nicht die Dinge so anzupacken, wie du es dir vornimmst? Du versäumst ständig Deadlines oder erledigst deine Sachen gerade noch im Zeitrahmen? Dir ist alles zu viel, weshalb das Beginnen eine riesengroße Hürde ist? Das Ganze hat einen Namen: Prokrastination. Damit das nicht passiert, finde passende Lösungen, um dich besser zu strukturieren. Setze zum Beispiel klare Prioritäten und finde Möglichkeiten, um dir durch Notizen, Pläne oder Kalendereinträge vor Augen zu halten, was gerade wichtig ist und was du pro Tag erreichen möchtest. Und diese Tagesziele gehören natürlich belohnt und das schafft neue Motivation! Mach dir auch bewusst, dass die Dinge leichter werden, sobald man mit ihnen startet. Durch das Aufschieben werden sie meist nur schwerer. Worauf also warten?

7. Finde Lösungen für deine Motivationsräuber

Das Studentenleben wird ja gerne so dargestellt als sei alles ganz unbeschwert und locker. Man hängt dauernd in Studentenbars ab, lebt in einer wilden WG´s, hat Spaß in geselligen Studentenwohnheimen und schwänzt permanent irgendwelche Vorlesungen. Doch das ist natürlich oft nur ein Klischee. Aktives Studieren ist echt fordernd. Wenn du zum Beispiel finanziell nur gerade so über die Runden kommst und schlecht bezahlte Nebenjobs viel Zeit in Anspruch nehmen, kannst du versuchen, hier und dort etwas weniger Geld auszugeben. Als Student sparsam zu leben, schaffst du übrigens mit diesen Tipps.

Solltest du unter großer Prüfungsangst leiden, es im Privatleben gerade turbulent zugehen oder du einfach mit den falschen Leuten zusammen wohnen, kann das Leben als Student richtig anstrengend werden. Sonnenklar ist, dass dann die Motivation auf der Strecke bleibt und die Sorgen deine Freude am Studieren überschatten. Versuche also persönliche Lösungen zu finden. Geh unbedingt in die Offensive gegen diese Belastungen, bevor dein Studium und deine Motivation weiter darunter leiden.

8. Gruppenarbeit im Studium – lass dich mitreißen und motivieren

Wenn man mit anderen zusammenarbeitet, kann die Gruppendynamik einen oft richtig mitziehen und man erreicht häufig Ziele, die man allein nicht so gut geschafft hätte. Außerdem helfen dir die gemeinsamen Termine, um wirklich am Ball zu bleiben. Gruppenarbeiten sind übrigens besonders sinnvoll bei der Vorbereitung auf mündliche Prüfungen. Nach getaner Arbeit, mit deiner Gruppe auf den gemeinsamen Erfolg anzustoßen macht schließlich auch mehr Spaß als alleine. Wähle dafür aber die richtigen Personen aus. Denn eine Gruppendynamik kann auch in die falsche Richtung gehen. Bringt niemand die nötige Motivation mit, lässt sich die ganze Gruppe nur allzu gerne ablenken und die Motivation ist ganz dahin. Suche dir also eine Gruppe, die dich mitzieht und bringe dich im Gegenzug auch dafür ein. Wenn man dir permanent hinterherrennen muss, damit du Deadlines und Termine einhältst, wird man dich in Zukunft vermutlich nicht mehr in die Gruppe miteinbeziehen. Es sollte immer von allen Beteiligten ein Geben und ein Nehmen sein, damit die gemeinsame Arbeit motiviert und am Schluss auch gut funktioniert.

9. Wenn dir das Studium die Motivation raubt

Manche Semester laufen einfach super und quasi von allein. Coole Leute, lässige Vorlesungen und gute Noten. Dann gibt es wiederum diese Phasen, wo alles zäh ist. Die Vorlesungen sind langweilig, die Dozenten unsympathisch und überhaupt – dein Studium nervt dich nur noch? Ja, manchmal haben wir uns das Studieren, den neuen Wohnort oder auch die gesamte Situation etwas leichter vorgestellt, als es dann tatsächlich ist. Das kann vorkommen, denn ein Tief zu haben ist völlig normal. Was hilft? Hinterfrage mal deine Erwartungshaltung und sei dabei ehrlich zu dir selbst. Waren deine Vorstellungen vielleicht nicht ganz realistisch und hat dich die harte Realität eingeholt? Wie könntest du damit anders umgehen? Überlege auch, was dir persönlich hilft, wenn du überhaupt keine Motivation findest und wie deine eigene Motivationsstrategie aussehen könnte.

Wenn du aber alles in Frage stellst und überlegst, ob du dein Studium schmeißen sollst, ist das natürlich eine große Entscheidung, die nicht einfach aus einer Laune heraus getroffen werden sollte. Deswegen haben wir dir an anderer Stelle nochmals alle Informationen zum Thema „Studium abbrechen“ zusammengestellt.

10. Deine eigene Motivationsstrategie finden

Wir Menschen sind unterschiedlich in dem, was uns tatsächlich in der jeweiligen Situation hilft. Das können wir meist am besten selbst herausfinden, indem wir uns dazu Gedanken machen. Denn all diese Tipps können zwar gut gemeinte Ideen sein, aber was dich persönlich motiviert, kannst nur du selbst herausfinden. Vielleicht reicht dir ja schon ein guter Kaffee und ein paar Minuten Auszeit, um wieder motiviert an die Sache zu gehen und beugt in regelmäßigen Abständen auch einem Motivationstief entgegen. Vielleicht brauchst du Sport und Bewegung, damit dich die Motivation wieder packt oder ein langes Telefonat mit einer guten Freundin oder einem Freund? Wenn du also deine persönliche Strategie gefunden hast, lässt sich diese hervorragend auf alle möglichen Situationen anwenden, um zurück zu deiner Motivation zu finden.

Motivation geschieht natürlich nicht auf Knopfdruck und ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Wir von STUWO freuen uns sehr, wenn du mit unseren Tipps deine Motivationsräuber ausfindig machen kannst und es dir bei der Entwicklung deiner ganz persönlichen Motivationsstrategie hilft.

Damit wünschen wir dir viel Spaß und viel Erfolg beim Studieren.

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