Freunde finden an der Uni – die besten Tipps für Erstsemester!

Verfasst von: Hannes Wagner, 15.10.2020

Neues Studium, neue Uni, neue Stadt – und neue Freunde. Zwischen hunderten Studierenden und wechselnden Kursen Freundschaften zu knüpfen ist oft gar nicht so easy.

Wie du als Erstsemester im Studium oder in der Freizeit am besten neue Leute kennenlernst, verraten wir dir mit diesen acht Tipps.

1. In ein Studentenheim oder eine Studenten-WG ziehen

Mit der Entscheidung ein Studium zu beginnen, entscheidest du dich häufig auch für den Umzug in eine neue Stadt. Da stellt sich die Frage: Studentenheim, Studenten-WG oder eigene Wohnung? Wenn es darum geht Gleichgesinnte zu finden, mit denen du durch Dick und Dünne gehen und die schönen Seiten des Studentenlebens genießen kannst, dann ist der erste Schritt der Einzug in ein Studentenheim oder eine Studenten-WG.

Gemeinsam kochen, essen auf Studentenpartys gehen oder gemeinsame Fernseh- und Spieleabende verbringen – das schweißt zusammen. Selbst die „unschönen“ Seiten des Studentenlebens, wie knappe Deadlines oder Küche putzen, lassen sich in einer Wohngemeinschaft besser aushalten. Lass deine Zimmertür einfach mal offen, wenn du da bist, denn daraus ergeben sich oft gute, spontane Gespräche. Zudem ist in einem Studentenheim immer was los. Schau mal bei deinen Nachbarn oder in den Gemeinschaftsräumen mit ein paar Getränken vorbei.

2. Einführungs­veranstaltungen besuchen

Das Gute an Einführungsveranstaltungen ist, dass dort alle neu an der Uni sind. Gesprächsstoff zu finden ist hier relativ einfach, denn jeder hat das gleiche Ziel: Antworten auf die Fragen zu finden, die sich zu Studienbeginn so stellen – Wo finde ich was am Campus? Was benötige ich alles für einen erfolgreichen Semesterstart? Solche Willkommensveranstaltungen bieten die ideale Möglichkeit sich mit anderen Erstsemestern über den bevorstehenden Studienalltag auszutauschen und die ersten organisatorischen Unsicherheiten zu beseitigen. Du wirst schnell merken, dass du nicht allein bist und dass alle anderen mindestens genau so aufgeregt sind wie du.

Also nur Mut, auf Leute zugehen und Fragen stellen – vielleicht lauft ihr euch später wieder über den Weg oder tauscht gleich Kontakte aus, um euch nochmals zu treffen und neue Freundschaften zu knüpfen

3. Lerngruppen gründen

Natürlich kommt es darauf an, welcher Lerntyp du bist, die Studieninhalte zu beherrschen ist immerhin das oberste Ziel. Verstehst du die Uni-Skripten besser, wenn sie in einer Gruppe besprochen und diskutiert werden, dann vernetze dich gut mit deinen Studienkolleginnen und Studienkollegen. Sie können dir bei der Prüfungsvorbereitung weiterhelfen und du ihnen. Denn der große Vorteil beim Lernen in Gruppen ist, dass jeder andere Stärken hat und du so von anderen lernen kannst. Im besten Fall folgt daraus ein gemeinsames Erfolgserlebnis – die bestandene Prüfung, die dann gebührend gefeiert werden kann.

4. Aktiv und offen für Neues sein

Damit meinen wir nicht nur aktiv bleiben, was dein Studium betrifft, sondern auch körperlich aktiv bleiben. Sport bietet einen guten Ausgleich zum Studium und macht den Kopf frei für neues Wissen. Erkundige dich an deiner Uni über das Sportangebot. Gibt es eine Fußballmannschaft oder einen Schwimmverein? Oft fehlt nur der geeignete Sparring-Partner, um neue Sportkurse auszuprobieren oder motiviert zu bleiben. Informiere dich in Social Media-Gruppen, dort suchen Leute immer wieder „Sportsfreunde“, um sich gemeinsam sportlich zu betätigen.

Wenn Sport aber nicht dein Ding ist, dann besuche doch andere Freizeitangebote an der Uni, wie zum Beispiel Sprachkurse, Musikkurse oder Kunstkurse. Die Leute, die du triffst, haben jedenfalls die gleichen Interessen, wie du, und das ist schon mal ein guter Anfang für eine neue Freundschaft.

5. Nebenbei (freiwillig) arbeiten

Freiwilliges Engagement ist, sofern es deine Ressourcen erlauben, immer gut und gern gesehen. So lernst du soziale und hilfsbereite Leute kennen mit denen du dich gemeinsam für einen guten Zweck einsetzen kannst. Zudem sind Praktika oder geringfügige Studentenjobs beim „Freunde finden“ und beim „beruflichen Netzwerk-Aufbauen“ sehr sinnvoll. Hier empfiehlt es sich in Bereichen zu arbeiten, in denen du viel Kontakt mit anderen Menschen hast, zum Beispiel bei NGOs, in der Gastronomie und im Verkauf oder beim Nachhilfe geben.

6. Social Media zum Socializing nutzen

Genau dafür sind soziale Medien schließlich da – um Interessen mit anderen Menschen zu teilen, mit ihnen in Kontakt zu treten und Freundschaften zu knüpfen. Noch nie war es so einfach den berühmten ersten Schritt zu machen. Schick die Freundschaftsanfrage ab, schreib der Person eine Nachricht, kommentiere einen Beitrag – nur zu! Es gibt unzählige Gruppen, denen du beitreten kannst und bei denen du schnell und einfach Gleichgesinnte findest.

Mittlerweile gibt es auch schon eigene Apps, die die Freundessuche erleichtern. Also ähnlich wie Dating-Apps, aber für Leute, die nach neuen Freunden für Freizeitunternehmungen suchen.

7. Sprachen-Tandempartner sein

Wer seinen Freundeskreis international erweitern möchte, der sollte Tandempartner für Austauschstudenten werden. Am besten kann man eine fremde Sprache lernen, indem man sie hört und spricht und möglichst viel Zeit mit einem „Native Speaker“ verbringt. Wie wär’s mit einer Führung durch die Stadt oder einem Abend in deinem Lieblingslokal? Win-win für beide – neue Sprache und neuer Freund oder neue Freundin aus einem anderen Land.

8. Last but not least: Du selbst sein!

Eh klar, es bringt weder dir noch deinem Gegenüber etwas, wenn du dich verstellst. Bleib dir selbst treu und sei einfach authentisch, dann kommen die richtigen Leute ganz von allein. Neue Menschen kennenzulernen ist immer aufregend und spannend, egal ob du ein introvertierter oder extrovertierter Typ bist. Natürlich fällt es geselligen Menschen etwas leichter neue Freunde im Studium zu finden, aber es ist auch vollkommen ok, wenn du eher zurückhaltend bist und dich finden lässt. Jeder Mensch ist anders, das Wichtigste dabei ist, dass du dir Zeit gibst und vielleicht trotzdem ab und zu deine Komfortzone verlässt. Du musst nicht gleich am ersten Tag Freundschaften für’s Leben schließen und jeden kennen.

Richte dir dein neues soziales Umfeld so ein, dass du dich wohl fühlst – und dafür hast du genug Zeit, denn es werden dir viele verschiedene und interessante Leute im Laufe deines Studiums begegnen.

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